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CH: Warum schweigen die Kirchen zur Occupy-Bewegung?
Es wäre ''nicht sehr riskikoreich, sich auf die Seite der Besetzerinnen und Besetzer zu stellen''.
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Occupy-Bewegung in Zürich, Paradeplatz, 22. Oktober 2011;
beide Fotos: Roland zh / Wikipedia |
ref.ch. Wenig ist bislang von den Schweizer Kirchen zur Occupy-Bewegung zu hören gewesen. Warum nur? Gerechtigkeit haben sich schliesslich auch die Kirchen auf die Fahne geschrieben. Der Wirtschaftsethiker Stefan Grotefeld hat über die Gründe des kirchlichen Abseitsstehens nachgedacht.
«Warum die Zurückhaltung?», fragt sich Stefan Grotefeld in einem Beitrag, der am 4. November auf der Website der reformierten Zürcher Landeskirche aufgeschaltet worden ist. Der Wirtschaftsethiker und Theologe von der Fachstelle Kirche und Wirtschaft der reformierten Landeskirche vermutet, dass die Zurückhaltung unter anderem daher rühre, dass nicht wirklich klar sei, wofür genau die Occupy-Bewegung stehe.
Die Enttäuschung und die Empörung über die Entwicklung der Finanzwirtschaft sei verständlich und berechtigt. Die Frage aber, was nun zu tun ist, sei nicht einfach zu beantworten: «Konkrete Fragen erfordern oft komplexe Überlegungen, und je komplexer die Dinge werden, desto schwieriger lässt sich sagen, welcher der diskutierten Lösungsvorschläge aus einer christlichen Perspektive den Vorzug verdient», so Grotefeld. Deshalb sei die Zurückhaltung der hiesigen Kirchen im Hinblick auf die Occupy-Bewegung durchaus verständlich.
Zudem sollten sich Kirchenleute, zumindest wenn sie Reformierte sind, in Acht nehmen, wenn sie für sich in Anspruch nehmen, für die Kirche zu sprechen.
Zum Artikel von Stefan Grotefeld
www.ref.ch, 4. November 2011


