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Foto: David Shankbone / Wikipedia |
Die United Church of Christ (UCC), Partnerkirche der Evangelishen Kirche im Rheinland, teilt Anliegen der Occupy-Wall-Street-Bewegung, da wirtschaftliche Gerechtigkeit Glaubensfragen berührt, wie UCC-Präsident Geoffrey Black gegenüber ekir.de sagt.
Politik und Glaube gehören zusammen, das ist typisch United Church of Christ (UCC). So auch jetzt. Kirchengemeinden, Pfarrerinnen und Pfarrer der United Church of Christ (UCC) in den USA unterstützen vielerorts Occupy-Aktionen, berichtete Black in einer Pressekonferenz im Landeskirchenamt in Düsseldorf anlässlich seines Besuchs in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Anders als konservative Christen, die Occupy-Aktivisten als Troublemakers empfänden, finde die Bewegung in der progressiven UCC Sympathie. Die Bewegung wird nach Einschätzung des leitenden Theologen möglicherweise im Winter wegen des Zeltens kleiner werden könnte, werde im nächsten Frühling sicher erneut aufblühen.
"Bread and butter issues" beschäftigten seine Kirche immer, betonte Black. Und so sind UCC-Gemeinden in Manhattan in der Occupy-Bewegung aktiv, die dortige Pfarrerin Donna Schaper sogar häufig in den Medien. Studierende des Lancaster Theological Seminary, der UCC-eigenen kirchlichen Hochschule in Lancaster, beteiligten sich an Occupy.
Gleichzeitig stellte Black klar, dass Occupy keine christliche Bewegung ist, sondern im säkularen US-Kontext stehe. Die Aktivisten, mehrheitlich junge Erwachsene, hätten in der Regel noch nie eine Kirche betreten. Gefragt, ob er vor Gewalt Angst habe, sagte Black, die Bewegung sei friedlich, wie zahlreiche gewaltfreie Demonstrationen in der Vergangenheit gezeigt häten, unter anderen gegen den Irak-Krieg. "Occupy nimmt einfach ein Verfassungsrecht wahr."
Quelle (bearb.): ekir.de / Neumann, 3. November 2011